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Jurchen Technology und Padcon erobern australischen Markt

• Überwachung und Regelung von Australiens größtem PV-Kraftwerk

• Cyber-Security-Konzepte nach höchstem Standard

• Innovative PEG-Unterkonstruktion reduziert Kosten und Installationszeit

• Interessierte können sich ab heute auf der Intersolar Europe in München informieren

 

 

Kitzingen, Deutschland – PADCON und Jurchen Technology, die beiden Unternehmen aus dem unterfränkischen Kitzingen, erobern den australischen Markt: PADCON liefert die Technik zur Überwachung und Steuerung des künftig größten Solarkraftwerks Australiens. Jurchen Technology stellt das DC Verkabelungssystem für das Solarkraftwerk bereit. Insgesamt werden rund 80.000 Meter Kabel und etwa 40.000 Solarstecker verarbeitet werden. Jurchen Technology sichert sich zudem Aufträge für die Installation des PEG-Systems in Down Under. Beide Unternehmen präsentieren ab heute ihre Angebote auf der Fachmesse Intersolar Europe in München.

Überwachung und Regelung von Australiens größtem PV-Kraftwerk

„Weltweit überwachen wir für unsere Kunden PV-Anlagen mit mehr als drei Gigawatt installierte Leistung“, erklärt Constantin Wenzlik, Geschäftsführer der PADCON GmbH. „Mit Limondale wird ein weiteres Großprojekt hinzukommen. Allein bei dieser Anlage erfassen wir rund 24.000 Anlagenparameter, die uns bei der Steuerung aber auch dem Schutz der Anlage helfen werden.“

Das Solarkraftwerk Limondale der innogy SE entsteht derzeit in Balranald im Bundesstaat New South Wales und wird nach seiner Fertigstellung über eine installierte Leistung von 349 Megawatt (MW) verfügen. Der Beginn des vollständigen kommerziellen Betriebs wird für Mitte 2020 erwartet. Die Erfassung der einzelnen Leistungsparameter erfolgt über 58 dezentrale Datenlogger, die wiederum mit einer zentralen SCADA-Einheit kommunizieren. Neben der Datensammlung, -verarbeitung und -alarmierung bietet diese Server-Rack-Lösung ein redundantes Backup-System sowie ein Onsite-Human Machine Interface – also eine Bedienoberfläche, die den Betriebs- und Wartungsteams vor Ort Zugang zu den Livedaten der Anlage ermöglicht. Die Fernwartung der Anlage sowie der 1st/2nd-Level-Support erfolgt durch das PADCON Control Center. Dank des 24/7-Betriebes können Anlagen weltweit und in allen Zeitzonen vom unterfränkischen Kitzingen aus überwacht sowie die lokalen Teams vor Ort unterstützt werden. Mit SCADA-Installationen in 21 Ländern zählt PADCON weltweit zu den größten und erfahrensten Anbietern von SCADA-Systemen für PV Kraftwerke.

PADCON bietet Cyber-Security-Konzepte nach höchstem Standard

Auch wenn es in Australien noch keine gesetzlichen Richtlinien gibt, wie PV-Kraftwerke dieser Größenordnung gegen Cyber-Attacken zu schützen sind, baut innogy für Limondale auf PADCONs Knowhow und hat sich für ein Cyber-Security-Konzept nach höchstem Standard entschieden. PADCON bringt die Erfahrung aus realisierten Projekten mit mehr als 300 MW installierter Kapazität aus Israel nach Down Under mit. „Gegen Einbruch und Diebstahl sind PV-Anlagen in der Regel gut geschützt. Doch eine weitere, wahrscheinlich sogar größere Gefahr lauert online“, so Constantin Wenzlik. „Cyber Security ist deshalb bei allen Projekten von Anfang an mitzudenken und zwar auf allen Ebenen – bei der PV-Anlage, dem Daten-Center und natürlich auf Anwenderebene.“

PEG-Unterkonstruktion ermöglicht niedrige Stromgestehungskosten und hohen Flächennutzungsgrad

„Was treibt die Baukosten für ein Photovoltaik-Kraftwerk in die Höhe? Kurz gesagt: Es ist die Bauzeit, der Materialaufwand und der Einsatz von Maschinen. Bei der Entwicklung der PEG-Unterkonstruktion haben wir genau diese drei Faktoren optimiert. Das Ergebnis ist eine einfache und einzigartige Lösung – die nicht nur bei unseren Kunden in Australien gefragt ist“, erklärt Michael Jurchen, Geschäftsführer der Jurchen Technology GmbH.

Jurchen Technology hat das PEG-System bereits für verschiedene Standorte in Deutschland aber auch in Israel, Afrika und die USA geliefert. Aber insbesondere der australische Markt fragt die Unterkonstruktion vermehrt nach. Anlagen mit insgesamt 50 MW hat Jurchen Technology nach Australien geliefert. Mit Dareton entsteht aktuell eine weitere Anlage mit 3,7 MW in der Region New South Wales. Zudem hat Jurchen Technology Anfang Mai einen weiteren Auftrag für die Errichtung einer PEG-Anlage mit einer installierten Leistung von 25 MW erhalten.

Michael Jurchen erläutert: „Es ist keine Überraschung, dass vermehrt australische Kunden auf die innovative Unterkonstruktion setzen. Immerhin kann das System in Australien all seine Vorteile optimal ausspielen.“
Die PEG-Unterkonstruktion hat eine niedrige Bauhöhe und ruht auf schlanken Stahlstäben, statt auf hohen und massiven Stahlträgern. Durch die leichte Konstruktion werden keine Fundamente benötigt. Auf diese Weise reduziert sich der Materialeinsatz auf unter 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Lösungen. Weniger Material und eine einfache Konstruktion führen zu reduzierten Transportkosten, was gerade bei großen Distanzen, wie sie in Australien zu überwinden sind, von Vorteil ist. Außerdem sind keine Kabelgräben oder Betonarbeiten notwendig, was den Einsatz von Maschinen reduziert. Aber auch die Arbeitskosten werden durch die schnellere Installation deutlich reduziert. „Mit der PEG-Unterkonstruktion senken wir die Kosten signifikant – im Bereich der Investitionskosten über 40 Prozent und bei den Betriebskosten über 20 Prozent“, so Michael Jurchen.

Dank des besonderen Designs ist das PEG-System auf individuelle Kundenbedürfnisse adaptierbar und damit weltweit einsetzbar. Mit Ausnahme der „Erdnägel“ ist die komplette Konstruktion inklusive der DC-Verkabelung über dem Boden ausgeführt und kann so auf unterschiedlichsten Flächen eingesetzt werden. Das System eignet sich zum Beispiel für die Stromerzeugung in abgelegenen Gebieten mit schlechter Erreichbarkeit oder auch für Flächen mit Größenlimitierung bzw. schmaler Ausprägung. Auch die Anlagengröße ist leicht skalierbar. Umsetzbar sind PV-Großkraftwerke im Multi-Megawatt Bereich, aber auch kleine bis mittlere Solarkraftwerke ab zehn Kilowatt peak für Gewerbe und Industrie.